Rosani Reis & Band - "Mosaico"

Die sowohl in Brasilien wie in Europa aktive Sängerin Rosani Reis verbindet in ihren Stücken typisch brasilianische Musik mit Elementen aus Jazz und Pop.

Ihr aktuelles Programm Mosaico ist eine gelungene Melange von Rosani Reis' Eigenkompositionen mit neuen Interpretationen von Songs bekannter brasilianischer Musiker wie Dori Caymi, Tom Jobim und Djavan.

Gemeinsam mit ihrer Band, bestehend aus dem brasilianischen Percussionisten Claudio Wilner, dem Bassisten Martin Fuhrmann und dem deutschen Jazzpianisten Hans Wanning verspricht Rosani Reis hörenswerte Konzerte mit einer Mischung aus Jazz, Rhythmus, Fröhlichkeit und einem Hauch von Melancholie, die schon in Brasilien das Publikum fasziniert hat.

 

 

PRESSESTIMMEN

 

Swingende Leidenschaft
Konzertkritik von Eckart Schönlau (Neue Westfälische, Bielefeld)

Eine Band mit Sängerin scheint offen-sichtlich Garant für einen ausverkauften Club zu sein. Noch dazu, wenn sie wie in diesem Fall aus Brasilien stammt.

Es ist brechend voll im Bunker Ulmenwall und schon schwierig nach vorne zu gelangen.

Das auch ein so großer Musiker wie der Vibraphonist David Friedman an diesem Abend hier zu erleben ist, scheint leider eher nicht der Grund für diesen Publikumsansturm zu sein. Obwohl er es natürlich verdient hätte. Doch solche Gedanken sind schon beim ersten Ton des Konzertes wieder verflogen. Diese, im Ruhrpott lebende und aus Brasilien stammende, Sängerin hat solch ein Publikum wirklich verdient auch wenn das große Interesse hier wohl auch auf vordergründigen Klischees beruhen mag.

Es ist Kunst von berührendem Ausdruck und dabei gleichzeitig noch unterhaltsam. Mit ihrer dunkelgefärbten charaktervollen Stimme kann Rosani Reis wirklich mitreißen.
Brasilianisches Lebensgefühl zwischen leidenschaftlicher Energie und stellenweise berührender Melancholie.
Da sitzen nicht wenige mit offenem Mund einfach staunend da und versinken regelrecht beim Genießen dieser Stimme. Manchmal begleitet sich Rosani Reis selbst auf einer Samba-Trommel oder der Gitarre. Duos mit dem Perkussionisten Claudio Wilner, bei denen sich Stimme und (Herz)Rhythmus zu einem dramatischen Ausdruck vereinen. Doch meist ist es übersprudelnde Lebensfreude, die in brasilianischen Liedern und Jazz-Kompositionen zum Ausdruck gebracht wird. Mitten zwischen den Musikern - neben genannten Tizian Jost: Piano (als Vertretung des Stammpianisten Hans Wanning), Martin Fuhrmann: E-Bass stehend, mal in die eine und wieder andere Richtung wandelnd, tauscht sie mit allen ihre Spielfreude aus."

 

 

Rosani Reis singt Sonne in die Herzen
Martin Windolph (WAZ Bochum)
Brasilianische Virtuosin gastierte im Rahmen von "mosaic music" in der Christuskirche

Rosani Reis singt dem Zuhörer die Sonne ins Herz, ihre Musik lässt ihn das Gefühl innerer Zufriedenheit erfahren. Am Sonntagabend war die brasilianische Sängerin mit Band im Rahmen der Programmreihe "mosaic music" in der Christuskirche zu erleben. gelungener Auftakt der Initiative, den Weltkrieg in Weltmusik aufzulösen.
Auch Oberbürgermeister Ernst-Otto Stüber hatte sich diesen Glanzpunkt am nasskalten Abend nicht entgehen lassen und dankte zuvor Pfarrer Thomas Wessel für sein Engagement, die 28 "Feindstaaten" Deutschlands des ersten Weltkriegs musikalisch auf die Bühne zu bringen und so ein Zeichen gegen Gewalt zu setzen.
Brasilien, das in beiden Weltkriegen gegen Deutschland in den Krieg getreten war, konnte mit Rosani Reis keine bessere "Friedensstifterin" finden.
Auf die Frage, was es für sie bedeute, als "Feindstaat" Deutschlands aufzutreten, sagte sie der WAZ gegenüber, dass es wichtig sei, Brasilien nicht nur als fröhliches Land zu sehen, sondern auch an diesen Teil der Geschichte erinnert zu werden. Die Wunden des Krieges seien zwar geheilt, es sei aber wichtig nicht zu vergessen.
In Erinnerung des Konzertes von Rosani Reis blieb die Warmherzigkeit und sprudelnde Energie im Charakter ihrer Musik, die Harmonien und Rhythmen aus Brasilien mit Einflüssen aus Jazz und Pop zusammenfließen lässt und damit außergewöhnliche Klangerlebnisse erzeugt.

Mit ihrer sanften Stimme, die spielerisch in die Höhen gleitet und immer wieder selbst zum Instrument wird, das lautmalerisch akustische Experimente vollführt, vermochte Rosani Reis das Publikum durchweg für sich einzunehmen.
Musikalisch unterstützt wurde sie dabei von Hans Wanning (Klavier), Martin Furmann (E-Bass), und Daniel Sanleandro (drums & percussion), die sowohl in der Begleitung, als auch in solistischen Improvisationen exzellentes Können bewiesen.
Zwei Zugaben rundeten das Programm ab, mit dem Rosani Reis ihre CD "Mosaico" vorstellte.

 

 

Philharmonie Essen

Dunkles Timbre mit heiterer Note
Rosani Reis singt vor allem eigene Stücke


Von Sven Thielmann
Mit herzerwärmender Stimme und hübschen Songs zauberte die brasilianische Sängerin Rosani Reis mitten in einer kalten Winternacht Sommersonne in den erfreulich vollen Philharmonie-Pavillon. Einfühlsam begleitet von Hans Wanning, der am Flügel delikate Strukturen in den ohrenscheinlich typisch brasilianischen Reigen zeichnete, wich Rosani Reis mit Charme und Anmut allen Klischees vom "Girl from Ipenema" lässig aus. Statt einfach alte Bossa- oder Samba-Seligkeiten zu beschwören, präsentierte sie spritzig-nuanciert vor allem eigene Stücke.

Eine klug arrangierte Synthese traditioneller Klangmuster und moderner Popsongs à la Djavan, garniert mit einer dezenten Prise Jazz über dem federnd-eleganten Bass von Martin Furmann. Rhythmisch unaufdringlich aufgepeppt von den brasilianischen Trommlern Claudio Wilner und Daniel Sanleandro. Eine wunderbare Klangkulisse also, über der Rosani Reis ihre dunkel timbrierte Stimme derart lebenslustig jubilieren ließ, dass selbst eher traurige Songs der Sklavenzeit noch eine heitere Note bekamen. Immer wieder Applaus von lauter glücklichen Gesichtern für eine beeindruckende Sängerin, die sich mit ihrer Band an diesem Abend in alle Herzen spielte.